Donnerstag, 03. September 2009

DER MALER

Er steht vor Leinwand, noch ist sie leer,
ein weißes Quadrat ohne Leben .
In seinen Gedanken ein Farbenmeer,
malen, sein einzig´ Bestreben.

Der Maler sitzt mit sinnendem Blick
den Pinsel in seiner Hand
und er zaubert mit Fantasie und Geschick
ein farbenfrohes Land.

Mit Leichtigkeit und Eleganz
wird die Farbe zum Leben erweckt
Der Pinsel vollführt seinen schwungvollen Tanz
als ob Zauberei in ihm steckt.

Er zaubert einen Mond, so purpurrot
malt Abschied und Wiederkehr …
mit düsteren Farben malt er den Tod
malt Leben….leicht und schwer.

Und er zeigt mir eine fantastische Welt
die mich fasziniert und berührt,
in eine Welt, die mich gefangen hält
hat mich der Maler entführt.
©Johanna G.

Montag, 04. Mai 2009

Mein Garten des Lebens

Ich geh durch den Garten des Lebens,
und kann viele Menschen seh´n,
auf manche wart´ ich vergebens,
bei manchen bleibe ich steh´n.

Bei denen ich länger verweile,
die schenken ein Stückchen Glück,
doch wenn ich dann weiter eile
bleibt ein Stück meines Herzen zurück.

Auf meinem Weg durch den Garten
hab ich Abenteuer erlebt
ich konnte es oft nicht erwarten,
hat mein Herz oft vor Freude gebebt.

Ich hatte auch manchmal Begleiter
so mancher hielt meine Hand
und wir gingen zusammen weiter
ein Stück nur, ins Märchenland.

Es gedeihen in meinem Garten,
ganz wunderbar anzuseh´n
Pflänzchen der schönsten Arten
muss achtgeben dass sie nie vergeh´n.

Es gibt da die Pflanze der FREUNDSCHAFT
sie liegt mir besonders am Herzen !
Bin ich schwach, dann gibt sie mir Kraft
und vertreibt meine Seelenschmerzen.

Auch die Blume der LIEBE ist hier verborgen
oft zertreten, aus Unachtsamkeit….
doch macht sie mir keine Sorgen,
weil sie immer wieder gedeiht.

Die HOFFNUNG, sie säumt alle Wege,
ist ein immergrüner Strauch
den ich unermüdlich pflege
gibt´s in meinem Garten auch !

In meinem Garten ist Sonne,
sie scheint in mein Herz hinein,
sie verbreitet Frohsinn und Wonne
und wer gern will, der findet herein!
© Johanna G.

In dunkler Nacht



In dunkler Nacht
bin ich erwacht.
Über mir ein Sternenmeer,
wie kam ich nur hierher?
Um mich ein leises flüstern
ein kaum spürbares knistern.
Ich spür´ den lauen Wind…
bin ich Frau oder bin ich Kind?
Alles bin ich in diesem Moment,
ein Kind das noch nichts Böses kennt,
ein Mädchen, neugierig auf das Leben
und so sehr Frau, bereit alles zu geben.
Es gibt kein davor und kein danach
die Vergangenheit liegt in tiefem Schlaf.
Ich lasse sie ruhen für diesen Augenblick,
Morgen, ja morgen komm ich zurück
©Johanna G.

Dienstag, 03. März 2009

Frühling

Es ist Frühling, lass Dich pflücken mein Veilchen,
es duftet, die Luft sagt, bleib` ein Weilchen!

Es ist Frühling, lass dich entzücken
komm mit mir und kraul mir den Rücken.

Es ist Frühling, ein Gefühl ist erwacht
daran hab ich schon lang nicht gedacht!

Es ist Frühling, spürst du sie auch?
Die Schmetterlinge im Bauch?

Es ist Frühling, so komm doch schon,
gib dich hin einer Illusion!

Es ist Frühling, wovor ist dir bange?
Komm, ich streichle deine Wange.

Es ist Frühling, wir wollen lachen
und vielleicht was verrücktes machen?

Es ist Frühling, komm ganz nah zu mir
damit ich deinen Atem spür.

Es ist Frühling, nimm mich in den Arm
dann wird uns beiden im Herzen warm.

Es ist Frühling, komm unter die Bäume
ich erfülle dir deine Träume.
© Johanna G.

Dienstag, 28. Oktober 2008

MÖBELKAUF BEIM SCHWEDEN

Ich will meine Wohnung umgestalten
Was Neues rein, raus mit dem Alten.
Ich fahre ins Möbelhaus aus Schweden.
man hört davon doch viele reden.

Ein hübsches Sofa will ich kaufen,
und muss durch 18 Abteilungen laufen.
Dann seh´ ich mein Sofa, geblümt und mit weiß,
das will ich haben, um jeden Preis.

Doch das ist nicht einfach, man glaubt es nicht
kompetentes Personal gibt es dort nicht.
Nirgends ist ein Verkäufer zu sehen
doch ein großes ein Schild kann ich erspähen
„hier kommst du zur Information“ steht drauf.
Ich folge dem Pfeil, Stufen runter, dann rauf,
nach rechts und dann links, dann geradeaus
schön langsam kenn ich das ganze Haus.

Endlich angekommen, aus allen Poren schwitzend,
seh´ ich ein Bürscherl, vor dem Computer sitzend.
Krampfhaft versucht er mich zu ignorieren,
jetzt kann ich die aufsteigende Wut in mir spüren.

Doch endlich blickt er mir ins Gesicht,
ich sag was ich will, er versteht mich nicht
Er fragt nach dem Namen, in lässigem Ton,
das allerdings wundert mich jetzt schon.

Unsicher sag ich „ich heiße Mathilde“
„Nicht ihren Namen“ er lächelt milde.
„Den Namen des Sofas, bitte sehr
das ist doch wirklich nicht so schwer!“

Er, immer noch maßlos gutgelaunt,
ich blicke ihn an und bin erstaunt.
Ich weiß nicht wie das Sofa heißt,
mein Geduldsfaden schön langsam reißt.

Ich wieder zurück, Stufen runter und rauf
dazwischen ich mal kurz verschnauf.
Dann seh´ ich mein Sofa und lese das Schildchen,
das Sofa heißt doch tatsächlich „ Mödildchen“

Jetzt wieder zurück zu dem Mann vorm PC ?
Erst schau ich noch ob ich ein Tischchen seh!
Ich angestrengt in alle Richtungen spähe,
ah, Tischen stehen hier ganz in der Nähe!

Es dauert nicht lange, dann hab ich´s gefunden
Mein Tischchen, mit dem Namen „ SUNDEN“
Ein Zettel muss her, ich schreib es mir auf,
sonst vergeß´ ich es wieder, stufen runter und rauf.

Ich schaue mich um, jetzt erst kann ich verstehen,
ALLES ist hier mit Namen versehen.
„BULLA“, die Kommode aus Buchenholz
das Nachttischchen nennt sich „HORNEBOLZ“
Ich seh´ einen Kasten, mit Namen „PAXEN“
ich schüttel den Kopf über solche Faxen!
© Johanna G.

Sonntag, 29. Juni 2008

Millionenshow

I tät so gern beim Assinger sitzen
und eam in die Augen blitzen,
i glaub, der bringat mi ins schwitzn !

A bissl flirten tät i mit eam
weil i fia den scho länga schwärm
a bussal hätt i scho gaunz gern!

A fescher Kerl is er schon
waun er do sitzt, wia auf an Thron.
Doch liaba hätt i de Million!
© Johanna G.

Gefühle

Vergessen...uns in die Augen Blicken
und lieben...jedoch nicht erdrücken
Deine Hand und Dein Herz berühren
und fühlen...Deine Nähe spüren !
© Johanna G.

Wer niemals...

Wer nie die Süße der Liebe erlebt
wessen Herz nie vor Glück erbebt,
wer niemals Geborgenheit verspürt
und nie ein heißes Feuer schürt
wer nie in glückliche Augen blickt,
und niemals vor Wonne der Welt entrückt,
wer nie vor Freude einen Luftsprung macht
wer nicht jeden Tag mindestens einmal lacht,
wer sich niemals erfreut an kleinen Dingen
wen man niemals hört ein Liedchen singen,
wer niemals tanzt, bis die Beine schmerzen
und sich nie erfreut an dem Schein der Kerzen,
wer niemals einem Freund vertraut
und nie am Strand eine Sandburg baut,
wer nie die Natur mit offenen Sinnen bestaunt
und niemals ein Liebesgeständnis raunt,
wer nie bewundernd ein Gemälde betrachtet
und niemals auf schöne Dinge achtet,
wer sich niemals bewusst des Lebens erfreut...
der tut mir von Herzen aufrichtig leid !
© Johanna G.

Mond

Wenn hell das Mondlicht auf die Erde scheint
sich Traum und Wirklichkeit vereint,
Gedanken sich, halb träumend,weit entfernen
und greifen voller Sehnsucht nach den Sternen.

Wenn mild das Mondlicht unser Herz berührt
mit sanfter Hand uns in ein Traumland führt.
Die Fantasie sich ungehemmt entfaltet
und den Verstand für kurze Zeit ausschaltet.

Wenn voll und rund der Mond uns inspiriert
und uns zu Taten voll Gefühl verführt,
dann sollten wir uns nicht dagegen wehren
wenn wundersame Dinge uns betören.
© Johanna G.

Wunderland

Die alten Bäume spiegeln sich im Bach
die Sonne leuchtet durch das Blätterdach.
Knorrige Wurzeln trinken aus dem kühlen Nass,
der Himmel schimmert herbstlich blass.

Märchenhaft, fast mystisch anzuseh´n…
man wartet beinah´ auf den Tanz der Feen.
Schwerelos seh´ ich sie übers Wasser schweben
hör´ wie sie feine Klänge in die Lüfte weben.

Öffne Dich

Öffne Dein Herz, lass die Sorgen entflieh´n
lass Frohsinn und Freude bei Dir einzieh´n.
Mach Platz für die Liebe, lass das Glück hinein
auch die Freude soll ein Freund Dir sein !

Öffne Deine Ohren, lass´ Dich nicht stören,
dann wirst Du verborgene Töne hören.
Hör´ das Summen der Bienen, das plätschern im Teich
dies alles ist Dein, Dein Königreich !

Öffne Deine Seele, verbanne das Leid
und sei für kleine Wunder bereit.
Lass Dich verzaubern, fühle das Leben
und lass´ Dich von Fantasie umweben.

Öffne Deine Sinne … und Du wirst lieben
was bisher Dir verborgen geblieben.
Wirst Freunde erkennen, verwandte Seelen
DU hast die Möglichkeit zu wählen !
© Johanna G.

Gedankenflucht

Türkis das Meer, weisser Strand
mit geschlossenen Augen lieg´ ich im Sand.
Lass´ mich von der Sonne sanft berühren
kann jeden ihrer Strahlen spüren,
Ich fühl´ wie der Wind sanft über mich streicht
ich fühle mich unendlich leicht.
Doch öffne ich die Augen wieder
werden bleiern meine Glieder…
In Wirklichkeit bin ich nicht dort
In Wirklichkeit bin ich nicht fort…

Nur in Gedanken hab ich genossen
die Realität hat mich verdrossen.
In der U-Bahn steh ich, das ist grausam und wahr
gegenüber ein keifendes Ehepaar,
ein übel riechender Typ neben mir…
er stinkt nach Schweiß und auch nach Bier.
Ein Mädchen muss lautstark telefonieren
da höre ich Sachen.. ich würd´ mich genieren !
Noch drei Stationen, dann bin befreit
neben mir ein Kleinkind schreit…
© Johanna G.

Sonnenschein

Wohlig strecke ich meine Glieder
denn endlich scheint die Sonne wieder.
Sie zaubert ein Lächeln in mein Gesicht,
freudig blinzle ich in das Licht.
Ich sitz´ auf der Bank, neben dem Teich
und fühle mich unendlich reich…
Schau auf die Menschen die vorübergehen
ab und zu bleibt einer stehen,
schaut auf das Wasser, wo Enten schwimmen,
so manchen sieht man seinen Körper trimmen.
Ein Radfahrer in engen Radlerhosen
trinkt Energie aus silbernen Dosen.
Versonnen schau ich auf seinen knackigen Po..
das Leben ist herrlich, was bin ich doch froh !
Ein hübsches Mädchen, im Minirock
wird mit Blicken verschlungen, von einem alten Bock.
Er lässt seine Augen lüstern schweifen
am liebsten würde er nach ihr greifen !!
Doch leider sieht sie ihn gar nicht an,
den von Frühlingsgefühlen gebeutelten Mann.

Ich kann´s förmlich fühlen, er liegt in der Luft
der wunderbar herrliche Frühlingsduft !
© Johanna G.

Die Fee im Internet :-)

Es war einmal eine ältere Fee .Was niemand vermuten würde, aber Feen können nicht ewig Wünsche erfüllen, die magischen Kräfte werden mit der Zeit immer schwächer…ihre Zauberkraft war schon etwas verbraucht.
Manchmal, wenn sie es der Mühe wert fand, wollte und konnte sie noch jemandem einen Wunsch erfüllen.Sie ging sehr sparsam mit ihren Kräften um, sie wählte sehr sorgsam und mit Bedacht den Menschen aus, den sie glücklich machen wollte. Sie erfüllte auch nicht mehr wie in jungen Jahren drei Wünsche, sondern sie beschränkte sich auf Einen. Sie hatte oft gesehen, wie Menschen sorglos mit ihren erfüllten Wünschen umgingen, wie schnell sie vergessen hatten, dass so ein erfüllter Wunsch etwas ganz besonderes ist. Auch aus diesem Grund wählte sie sehr sorgsam aus.
Nun ist es ja so, dass Feen früher hauptsächlich im Wald unterwegs waren um Menschen mit unerfüllten Wünschen zu begegnen.Heutzutage ist es eher selten, dass jemand im Wald einer Fee begegnet, aber möglich ist es allemal….diese Fee, von der ich euch erzähle, hat lange Zeit im Wald keinen einzigen Menschen getroffen, der es wert gewesen wäre, ihn glücklich zu machen, ihm einen Wunsch zu erfüllen. Ja, und weil es die Fee auch glücklich gemacht hätte, (sie hatte ja ,wie gesagt, schon lange keine Möglichkeit dazu) so beschloss sie ganz unkonventionelle Wege zu beschreiten….sozusagen unbekanntes Terrain zu erkunden. Sie machte sich also auf um zu sehen welche Möglichkeiten es denn so gäbe. Schließlich, und ihr habt es sicher schon erraten, hat sie das Internet entdeckt, und fasziniert festgestellt, das dies doch ideal wäre um möglichst viele Menschen zu erreichen. Schnell machte sie sich mit den Gepflogenheiten vertraut und dann registrierte sie sich in einem Forum. Oh, das war eine Freude…aber auch eine Plage, weil es sehr schwer war für die Fee, zu erkennen welcher dieser Menschen wirklich geeignet war, sie konnte sich ja kein „Bild“ machen, eben nur virtuell, sie musste darauf vertrauen, dass diese Menschen die Wahrheit schreiben…sie hatte einige Versuche unternommen, und wahrlich, sie war entsetzt was da so geschah…andererseits hatte sie auch erlebt, dass viele wirklich „gut“ waren….denn um von einer Fee einen Wunsch erfüllt zu bekommen, muss man ein guter Mensch sein, das war immer so und das wird immer so sein…..aber selbst ein guter Mensch, (auch das hatte die Fee einige Male erlebt), kann manchmal, nach der Erfüllung seines Wunsches etwas größenwahnsinnig werden, sprich, er glaubt dann etwas Besonderes zu sein, was ja bis zu einem gewissen Grad stimmt, weil sonst hätte die Fee ja nicht… kurz gesagt, manche können mit so einem Geschenk gar nicht umgehen und treten es mit Füssen, tun so, als ob sie niemals eine Fee nötig gehabt hätten !
Nun, ihr könnt euch sicher vorstellen, dass es für die Fee gar nicht einfach war, den richtigen Menschen zu finden, aber eines Tages geschah es doch ! Er hat eigentlich sie entdeckt, mit ihr Kontakt aufgenommen, ohne zu ahnen, welch Glück er damit hatte, gehofft und geträumt hat er eventuell davon, aber er ahnte nicht, dass sein Wunsch in Erfüllung gehen wird. Die Fee hat sorgfältig geprüft, abgewogen und überlegt, sie hat es nicht auf die leichte Schulter genommen, denn so eine Entscheidung muss ja wohlüberlegt sein…sie hat sich den Menschen angeschaut, mit ihm geredet, nachgeschaut was dieser Mensch so macht und sich schließlich entschlossen, ihm einen Wunsch zu erfüllen. Warum gerade ihm, werdet ihr euch zu Recht fragen...ganz einfach, weil sie fand, dass sein Wunsch eigentlich bescheiden und verständlich war,zumindest nach der Meinung von Feen, denn die meisten Menschen wünschen sich nämlich Reichtum, mit dem sie dann gar nicht zurechtkommen.

Dieser Mensch also, es war übrigens ein Mann, nicht mehr ganz jung, aber auch noch nicht alt, dieser Mann wünschte sich eine Gefährtin. Es war sein sehnlichster Wunsch ! Er wünschte sich eine verständnisvolle, liebevolle, zärtliche Gefährtin, die für ihn da ist, die ihm ihr Herz schenkt und die ihm immer zur Seite steht. Ja und hübsch sollte sie sein.....
Die Fee fragte ihn natürlich ein wenig aus, über seine Vergangenheit, warum er denn so eine Gefährtin noch nicht gefunden habe und was man halt als Fee so alles fragen muss. Er erzählte von seinen Bemühungen, von seinen gescheiterten Beziehungen, immer wurde er von undankbaren Frauen verlassen. Frauen, die es nicht zu schätzen wussten was sie an ihm hatten, wo er doch so ein guter Mann sei !
Er weinte sogar ein wenig, was die Fee in ihrem Vorhaben bestärkte, ihn, ja gerade ihn, glücklich zu machen. Und das war ein Fehler,wie sich herausstellen sollte...ein Fehler, der einer Fee eigentlich nicht passieren sollte, aber davon später.

Eines Nachts setzte sie sich an das Bett der schlafenden Frau, die sie ausgesucht hatte. Sie hatte vorher natürlich festgestellt, dass diese Frau sehr liebevoll und verständnisvoll war. Sie war also die geeignete Gefährtin...jetzt musste sie sich nur noch in den Mann verlieben. Und hier half die Fee ein wenig nach, sie streute eine Prise glitzernden Liebesstaub auf das Herz der Frau, sie tupfte ein tröpfchen Liebesöl auf die Schläfen der Frau. Am nächsten Tag sorgte sie dafür, dass die Beiden sich trafen....und das Schicksal nahm seinen Lauf..
Das Schicksal nahm also seinen Lauf…und als die Fee, was sie manchmal nach erfüllten Wünschen tat, nach ein paar Wochen heimlich Nachschau hielt, da sah sie ein glücklich verliebtes Paar. Zufrieden lächelnd zog sie sich in den Wald zurück.
Nach vielen Monaten im Wald wurde der Fee langweilig, also begann sie, einige Menschen zu beobachten, deren Wünsche sie erfüllt hatte. Was sie sah, gefiel ihr meist nicht, denn, wie so oft, gingen die Menschen mit dem Glück nicht sorgfältig um.
Eines Tages sah sie auch die liebevolle, verständnisvolle Gefährtin wieder, und was sie sah, bestürzte die Fee sehr. Beinahe hätte sie die Frau nicht wieder erkannt. Kein Lächeln mehr in dem hübschen Gesicht, kein Strahlen in den schönen Augen….vorsichtig näherte sich die Fee,
als sie das Vertrauen der Frau erlangt hatte, war sie bereit, der Fee zu erzählen…..
Als sie geendet hatte war der Fee sehr schwer ums Herz, denn sie wusste, dass sie einen Fehler gemacht hatte damals, einen nicht wieder gutzumachenden schweren Fehler.
Sie hatte sich blenden lassen von den Worten des Mannes…sie hatte, ganz gegen die geltenden Regeln, an die sich Fee´n zu halten haben, mit menschlichen Gefühlen manipuliert.

Zwar hatte sie den Mann glücklich gemacht, er aber, im sicheren Bewusstsein der Liebe seiner Gefährtin, hat sich nicht für Ihre Bedürfnisse, Wünsche und Gefühle interessiert.
Er hat ihre Seele verletzt, ihr das Lächeln geraubt und ihr Herz gebrochen.
Als die Fee sie fragte, ob sie einen Wunsch habe, antwortete sie:

„ Ich wünschte, ich könnte aufhören ihn zu lieben“
© Johanna G.